Lange zeit war es still geworden um das Gebäude der ehemaligen SED-Kreisleitung. NPD-Kreisgeschäftsführer Mario Ertel hatte es im letzt
en Jahr erworben und Pläne gehabt dieses zu einem laut eigener Aussage "gutbürgerlichen Cafe" umzubauen. Äußerlich getan hatte sich seit knapp einem halben Jahr kaum etwas. Man sah und hörte nicht viel. In unregelmäßigen Abständen sah man jedeglich ein paar Bauarbeiter über den Hof des Hausen flitzen. Auch der Erteleigene Pizzaservice parkte hin und wieder vor der Tür. Nun anlässlich des Kamenzer Forstfestes kam wieder etwas mehr Bewegung ins Spiel. Drei "hübsche Fahnen" fristen jetzt ihr Dasein an Ertels Häuserwand. Ob diese Auch über das gestern zu Ende gegangene Forstfest bleiben wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Fest steht: Ertel will sein "Cafe" noch dieses Jahr feierlich eröffnen. Unterdessen hat sich der findige Geschäftsmann ein zweites Flugzeug gekauft. Schnell werden da Erinnerungen an die letzten beiden Forstfeste in der Stadt wach, als die hiesige NPD mit einem Flugzeug, an dessen Heck einen NPD Werbebotschaft prangte, über das Festgelände flog. Statt Geld für solche Peinlichkeiten auszugeben solle der Förderer der Kamenzer Naziszene lieber seine braunen Schafe hüten und diesen erklären, wie hässlich sich deren Aufkleber an Laternenmasten in Kamenz machen...


