2. Oktober 2007

Keine "perplex" in Kamenz

Ende September versuchte die NPD Jugendorganisation JN mit ihrer "freien Schülerzeitung" "perplex" auf deutschen Schulhöfen erneut Werbung für ihr braunes Gedankengut zu machen. Die Staatsanwaltschaft Dresden beschlagnahmte daraufhin 150 Exemplare des rechtsradikalen Propaganda- blattes. Besonders prekär: In einem Artikel bezeichnete man NSDAP Führer Adolf Hitler als "Friedenstifter". Auch vor den Lausitzer Schulhöfen machte die "perplex" nicht halt. Zur Situation in Kamenz äußert sich das LINKE Ortsvorstandsmitglied Robert Meyer: "Bisher sind uns keine Verteilaktionen dieses braunen Hetzpapiers auf Kamenzer Schulhöfen bekannt. Wir halten aber weiterhin die Augen offen."Sollten es dennoch Exemplare dieser oder andere Nazi-Blätter in Schülerhände schaffen, rät die Junge Linke Kamenz das Problem nicht unter den Tisch zu kehren. "Es bringt nichts dieses Material tot zuschweigen und einfach in den Müll wandern zu lassen." Stattdessen sollten sich LehrerInnen, welche sich ja nicht umsonst auch Pädagogen nennen, verstärkt mit dem Problem am rechten Rand beschäftigen und dieses ohne Hemmnisse im Unterricht ansprechen. Nur eine aufgeklärte Schülerschafft kann sich gegen Nazipropaganda aktiv zur Wehr setzen. Da die Junge Linke Kamenz dem Treiben nicht einfach so zusehen möchte, gibt es eine kleine aber feine Umtauschaktion. Jeder der uns ein Nazischulheft abgibt bekommt ein kleines, garantiert Nazifreies, Dankeschön.