27. Januar 2007

Interview mit Silbermond


An dieser Stelle mal ein Interview mit der Bautzner Band Silbermond. Das ganze stammt zwar schon von Ende November 2006, brisant sind einige Aussagen aber dennoch. Wer das ganze Interview lesen möchte, kann sich an uns wenden.

Frage: Ihr solltet auf dem Bundesparteitag der CDU spielen, wurdet aber doch nicht eingeladen, weil eure Musik zu revolutionär sei. Wie steht ihr dazu?
Johannes: Keine Ahnung. Anscheinend ist es so für die CDU. Vielleicht sollten die sich mal Gedanken machen, ob sie nicht zu konservativ sind. Es war für uns klar, dass wir dort nicht spielen. Wir wollen uns auch von keiner Partei vor den Wagen spannen lassen und daher haben wir auch abgesagt. Das sollen mal „De Randfichten“ machen, das klappt schon. Die sind vielleicht nicht so revolutionär.
Thomas: Wir sind jetzt keine Revoluzzer. Wir machen einfach Musik und schreiben das auf was wir denken und da sind sicher auch Sachen dabei, wo einige Menschen anscheinend denken, das wäre revolutionär. Uns war schon immer wichtig das wir vor allem ehrlich zu uns sind und das aufschreiben was wir denken und auch was wir schlecht finden. Das scheint für manche halt revolutionär zu sein.
Frage: Wie findet ihr Frau Merkel als Kanzlerin?
Andreas: Ich habe Respekt davor, weil sie die erste Kanzlerin ist. Politik ist noch immer eine Männerdomäne und sich da durchzusetzen davor habe ich schon großen Respekt. Aber kein Politiker ist perfekt oder mit allen Wassern gewaschen. Ich denke sie muss noch lernen sich irgendwie anders durchzusetzen. An sich macht sie doch eine gute Politik, aber vielleicht nicht die beste, aber auch nicht die schlechteste.
Johannes: Sie hat ja noch drei Jahre. Also, mal sehen.
Frage: Würdet ihr euch außer mit eurer Musik und euren Texten politisch engagieren?
Stefanie: Wir sind ja eine Band die immer ihre Meinung sagt. Das kann man natürlich mit den Texten machen, man kann aber auch viel verbal machen. Wer uns kennt, weiß das wir uns für Sachen engagieren die uns wichtig sind oder gegen Sachen die wir einfach scheiße finden. Schon damals als wir „Jast“ hießen, haben wir gegen Rechts in Bautzen gespielt und das werden wir auch weiterhin tun und wir werden uns gegen Rechts immer einsetzen. Es ist eine Sache wo jeder Verantwortung mitträgt, gerade in unserem Land. Jeder sollte die Augen offen halten und sensibilisiert mit diesem Thema umgehen. Deswegen drücken wir damit, glaube schon aus, was wir über die Rechtsextremen denken. Wenn wir Bock haben einen Song wie „In Zeiten wie diesen“ zu schreiben, dann haben wir das auch gemacht. Oder „Lebenszeichen“, da geht es ja auch um Toleranz. Egal ob du auf Rammstein stehst oder Sarah Connor. Scheiß drauf, deswegen kannst du auch trotzdem irgendwie anderen Menschen helfen und für eine Sache einstehen. Uns ist schon wichtig. Wir machen das halt immer so wie uns gerade Lust ist. Entweder mit unserer Musik oder verbal.
Frage: Habt ihr da auch konkrete Pläne?
Thomas: Wir unterstützen ja die Amadeo Amatonie Stiftung schon sehr lange. Mit denen haben wir auch schon einige Aktionen gehabt. Sei es beispielsweise die "Laut gegen Nazis" Tour in Schwerin vor der Landtagswahl, wo wir vor 10000 Leuten gespielt haben. Damit hat niemand gerechnet. Es ist einfach schön zu sehen das es Leute gibt, die Gesicht zeigen. Gerade in einem Land wo solche Leute präsent sind, die NPD wählen. Solche Aktion werden wir auch weiterhin machen. Wir sind da, wenn Not am Mann ist.
Johannes: Zum Beispiel in unsere Heimatstadt Bautzen. Da haben wir dieses Jahr auch mitgemacht. Die rechte Szene wollte da ein bisschen marschieren und wir haben auch bei einer Art Gegenkonzert gespielt, wo einfach auch viele Leute auf dem Platz waren und gezeigt haben: “He wir wollen nicht das Bautzen unbunt wird.“
Frage: Was würdest du machen, wenn du einen Tag Bundeskanzlerin sein könntest Stefanie?
Stefanie: Wenn ich einen Tag Bundeskanzlerin sein könnte, dann würde ich praktisch so viele Sachen machen wollen, dass am Ende nichts rauskommt. Wie die Jungs schon gesagt haben, vor solchen Menschen muss man schon Respekt haben. Es gibt so viele Leute die sagen: „Das ist scheiße und das mit der Mehrwertsteuer und das und dies.“ Letztendlich muss man sich aber fragen, ob du bereit wärst dein ganzes Leben der Politik zu opfern, bist du bereit Gesetze zu entwerfen. Das ist eine mega Verantwortung. Und ich bin mir sicher das die nicht den ganzen Tag im Bundestag sitzen und sich langweilen, genauso wenig wie wir abends nur anderthalb Stunden auf der Bühne stehen, sondern zum Musik machen gehört noch viel mehr dazu, was einige Leute manchmal nicht sehen und ich glaube in der Politik ist das ähnlich.
Thomas: Ich würde das Wohnungsgesetz ändern, dass man als Musiker schneller eine Wohnung bekommt.
Frage: Warum gerade das Wohnungsgesetz?
Wir drei Jungs wollten in eine WG nach Berlin ziehen. Da gab es halt einige Probleme mit der Wohnungssuche, weil die Makler die Augen verdrehten, als sie hörten wir wären Musiker. Wir haben über ein Jahr gesucht und keine Wohnung bekommen. Alle wollten keine Musiker haben, weil Musiker alle Drogen nehmen und Partys feiern.

Nur ein einfaches Cafe???


Das Rätsel um den Erwerb der ehemaligen SED Kreisstelle wird immer verwirrender. Laut einen Bericht aus der Sächsischen Zeitung hat Mario Ertel die Immobilie als Geschäftsmann und nicht in Funktion des NPD Kreisvorsitzenden erworben. Laut Aussage Ertels möchte er ein Cafe und eine Bar unter den Namen „Ost“ dort einrichten. (Wie passend scheint da der Standort Oststraße zu sein. Auch das man unweigerlich an den Osten und somit die DDR denken muss scheint beabsichtigt zu sein.) Dass das Cafe „Ost“ ein Szenetreff für Rechte werden könnte streitet Ertel ab. Auch Spekulationen um ein Schulungszentrum oder einen rechten Jugendclub wies er von sich. Ob man den Aussagen Ertels trauen darf bleibt abzuwarten. Wer die Stadt Kamenz kennt, weiß eigentlich das sich weitere gastronomische Einrichtungen kaum rechnen sollten. Eigentlich fehlt das Publikum für solche Unternehmungen. Diese zeigt sich auch an der großen Flutrationsrate von ähnlichen Gewerben. Allen voran der Irish Pub. Es vergeht kaum ein Jahr wo diese beschauliche bar nicht schließt oder für kurze Zeit wiedereröffnet wird. Was lege also näher als dass das Cafe „Ost“ des öfteren an Parteikameraden zu vermieten und ihnen einen wunderbaren Sitzungsplatz zu garantieren? Natürlich würde Mario Ertel dies rein aus „wirtschaftlichen“ Überlegungen zulassen. Wir werden das Projekt jedenfalls weiterhin kritisch verfolgen. Sollte der Kreisvorsitzende tatsächlich wie vermutet wird auch weitere Immobilien erwerben wollen, sollte man sich überlegen ob dies wirklich nur seinem freien und ehrlichen Unternehmergeist dienen würde.

26. Januar 2007

Kamenz rockt gegen Rechts

Die Junge Linke Kamenz hat sich dafür entschieden gegen die Ausbreitung von nationalistischem Gedankengut in Kamenz vorzugehen. Die NPD breitet sich in der Lessingstadt aus. Der Kreisvorsitzende der Nationalgesinnten Mario Ertel hatte jüngst eine Immobilie direkt neben der Geschäftstelle der Linkspartei erworben. Weitere Käufe sind geplant. Was die NPD mit den Gebäuden vor hat ist offensichtlich. Es muss davon ausgegangen werden, dass ein Schulungszentrum eröffnet werden soll. Um dagegen mobil zu machen "Rockt Kamenz gegen Rechts". Gemeinsam mit Tomogara e.V. gibt es dieses Frühjahr ein Konzert. Zwei Bands stehen bereits fest! Doch wir suchen immer noch eine dritte Gruppe, welche unseren friedlichen Kampf unterstützen will. Meldet euch bei uns und ihr bekommt weitere Infos!
Kontakt: jungelinke-kamenz(at)gmx.de

20. Januar 2007

Unser Werbebanner


Endlich können wir euch unsere neuen Werbebanner präsentieren. Damit wird es noch leichter uns zu finden. kopiert,verlinkt uns, schickt den Banner an eure Freunde. Helft mit unsere Seite bekannter zu machen!

10. Januar 2007

Den Nazis den Marsch vermiesen


Ja auch Kamenz wird am 13. Februar in Dresden dabei sein, wenn die Braunen wieder einmal zum Trauermarsch durch die Landeshauptstadt marschieren. Gemeinsam können wir den nazis ihre Show vermiesen und allen Menschen zeigen das braunes Gedankengut nichts in unserer offenen und toleranten Gesellschaft zu suchen hat.

7. Januar 2007

Den Rechten nicht das Feld überlassen

Letztes Jahr im Mai hat sich die Junge Linke Kamenz gegründet. Faul will man auch in Zukunft nicht sein.
Grund zum jubeln haben die drei jungen Genossen zwar noch nicht, aber enttäuscht müssen sie dennoch nicht sein. Zwar sind sie immer noch wie zu Anfang nur zu dritt, doch auch das wird sich sicherlich bald ändern. Aber auch mit so einer kleinen Gruppe kann man viel bewegen. Die erste große Bewehrungsprobe hatten Toralf, Lutz und Robert im September zu bewältigen. Man veranstaltete ein Volleyballturnier unter dem Motto „Sport gegen Rassismus“ im alten Stadtbad in Kamenz. Mit knapp 30 aktiven Teilnehmern war der Einstand gelungen. Auch ein Team der Linkspartei aus Zittau war damals mit am Start. Dank gilt dem Kreisverband der Oberlausitzer Linkspartei, sowie der Bundestagsfraktion Die Linke und der Landtagsabgeordneten Regina Schulz für ihre materielle Unterstützung. Auch 2007 wird es wieder ein Turnier gegen Rechts geben. Neben den Sport standen natürlich auch die inhaltlichen Debatten im Mittelpunkt. Dabei entschied sich die Kamenzer bewusst für die zwei Reizthemen Patriotismus und Drogenpolitik. Bei ersterem Thema konnte MdL Julia Bonk zur Diskussion gewonnen werden, welche zu ihrer umstrittenen Aktion „Gegen den Deutschlandhype“ Rede und Antwort stand. Die Junge Linke Kamenz stand der Aktion durchaus kritisch gegenüber. Der zweite Diskussionsabend beschäftigte sich mit Cannabis und Co. Hierzu wurden die Drug-Scouts aus Leipzig als Experten eingeladen. Erfreulicherweise hatten bei beiden Veranstaltungen auch ältere Genossen Interesse gezeigt, was durchaus für die Brisanz des Themas zu deuten ist. Derzeit sind die drei Kamenzer mit ihrer Raumgestaltung beschäftigt.
Auch mit sehr unerfreulichen Themen muss sich die Junge linke derzeit beschäftigen. Mehrere Veranstaltungen der NPD und der Jungen Nationaldemokraten in Kamenz zogen das Interesse auf sich. Auch der Erwerb eines Grundstückes direkt neben der Kreisgeschäftstelle der Linkspartei durch den Kreisvorsitzenden der NPD Mario Ertel wird kritisch begutachtet. Das Areal würde sich ideal für Konzerte und Schulungen der rechten Szene eignen. Gerade deshalb wird sich die Junge Linke Kamenz im Jahr 2007 mit rechter Gewalt beschäftigen. Geplant ist ein Benefizkonzert für Opfer rechter Gewalt im Frühjahr. Derzeit steht man in Verhandlungen mit den ersten Bands. Auch ein weiteres Sportturnier gegen Rechts wird im Sommer stattfinden. Wir dürfen nicht zulassen das Nazis sich in Kamenz einen Rückzugspunkt schaffen! Auch der anstehende G8 Gipfel in Deutschland wird 2007 eine Rolle spielen. Geplant ist hierzu ebenfalls eine Diskussionsrunde zu Chancen und Probleme der Globalisierung. Größtes Anliegen derzeit ist es, den nächsten Landesjugendtag der Jungen Linken Sachsen nach Kamenz zu holen. Dies wäre ein deutliches Signal für die Region.

4. Januar 2007

Deutschland lacht über euch